Die Motivation
Insbesondere die das Stadtbild bestimmenden und unter Denkmalschutz stehenden Viadukte laufen Gefahr, rapide zu verfallen, da sich mittlerweile flächendeckend meterhohe Bäume und Sträucher angesiedelt haben.
Deren Wurzelwerk greift die Isolierschichten an und lässt damit mittelfristig das Eindringen von Wasser und so unabsehbare Folgeschäden befürchten. Die Strecke ist derzeit noch offiziell eine Eisenbahnstrecke und aufgrund dieser Widmung im Gebietsentwicklungsplan als „Schienenweg“ ausgewiesen, dessen durchgängiger Erhalt angestrebt wird. Es ist allerdings eine Entwidmung der Strecke zu befürchten, sobald sich der Deutschen Bahn alternative Verwertungsoptionen eröffnen.
Eine „Filetierung“, d.h. Verwertung besonders attraktiver Trassenstücke, würde es unmöglich machen, die denkmalgeschützten Bauwerke zu bewahren, die auch das Stadtbild Wuppertals wesentlich prägen.
Nach Einschätzung der Wuppertalbewegung kann die Umwandlung der Nordbahntrasse in einen Fuß- und Radweg aus den folgenden fünf Gründen einen signifikanten Wert für die Stadt Wuppertal schaffen:
- Integration von Stadtbezirken mit verschiedenstem kulturellen Hintergrund
- Erhöhung der Lebensqualität für etwa 100.000 Anwohner durch unmittelbaren Zugang zu einem ebenerdigen Fuß- und Radweg
- Erhalt von Ingenieurbauwerken, die – nun sinnvoll genutzt – weiter als Wahrzeichen der Stadt auch positiv nach außen wirken werden
- Eröffnung von Wachstumspotential entlang der Strecke, insbesondere im Bereich innovativer kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMUs)
- Durch Nutzung des NRW-EU Ziel-2 Programms 2007-2013 derzeit ausgezeichnete Förderungsmöglichkeiten
