Erhöhung der Lebensqualität
Die Nordbahntrasse verläuft im Wuppertaler Stadtgebiet dank ihrer Konstruktion mit Viadukten und Tunneln nahezu völlig ebenerdig. Der Verlauf der Strecke ist gänzlich kreuzungsfrei, an keiner Stelle der Nordbahntrasse treffen Fußgänger/Radfahrer auf Autofahrer!
Die angrenzenden Wohn- und Gewerbegebiete werden gleichwohl hervorragend durch die existierenden ehemaligen Haltepunkte (etwa alle 1.000 m) sowie durch zahlreiche weitere leicht zu schaffende Zugänge angebunden.
Der stellenweise hoch gelegene Bahndamm sowie die hohen Viadukte und Brücken eröffnen Panoramaausblicke über das Tal und die Industriedenkmäler im Streckenverlauf.
Die Nordbahntrasse schafft eine Anbindung an die Fuß- und Radwege der Umgebung, d.h. mühelos erreichbar sind etwa der Radweg von Schee nach Hattingen - mit weiteren Anschlüssen an das Ruhrgebiet im Nordosten - oder die Korkenziehertrasse der Stadt Solingen im Westen sowie das Radwegenetz von Mettmann.
Neben einem hohen Alltagsnutzwert besitzt die Trasse damit einen hohen Freizeitwert und trägt direkt und unmittelbar signifikant zur Erhöhung der Lebensqualität in den besonders belasteten Quartieren der Stadt, durch die sie teilweise hindurch führt, bei.
Im unmittelbaren Einzugsbereich von einem Kilometer beidseitig der Strecke leben über 100.000 Menschen.
Zahlreiche Schulen und öffentliche Einrichtungen liegen nur einen Steinwurf entfernt und wären somit im Sinne einer Alltagsnutzung über einen Fuß- und Radweg Nordbahntrasse erreichbar:
- Schulen: Gymnasium Bayreuther Straße, Gymnasium Sedanstraße, Schulzentrum Ost, Realschule Hohenstein, Realschule Neue Friedrichstraße, Realschule Leimbacher Strasse, Grundschule am Opphof, …
- Institutionen: Rathaus Wuppertal Barmen
- Firmen: Vorwerk Hauptverwaltung Barmen, Johnson Controls, Westdeutsche Zeitung, u.v.a.m.
Neben einer Nutzung als Fuß- und Radweg bietet sich die Verwendung eines Teiles der Trasse für die Einrichtung einer Museumsbahn oder Draisinenstrecke an.
Zwischen Vohwinkel und dem ehemaligen Bahnhof Heubruch in Barmen liegt noch ein Gleis, das zu diesem Zweck genutzt werden könnte. Sollte das Viadukt über den Steinweg für die Belastung einer Museumsbahn nicht mehr ausgelegt sein, könnte diese Strecke zumindest bis zum ehemaligen Bahnhof Loh geführt werden.
Da die Strecke ehemals zweigleisig war, ist ein Nebeneinander von Schiene und Fuß- und Radweg leicht vorstellbar.
Die Nutzung der Nordbahntrasse als Fuß- und Radweg in einer Stadt, in der wegen ihrer Topographie und einer das Tal durchziehenden Bundesstrasse das Radfahren im Alltag auf der flachen Talachse gefahrlos kaum möglich ist, wäre damit in hohem Maße umweltverträglich. (Eine Verbindung von Wichlinghausen nach Elberfeld z. B. würde mit dem Rad bei einer realistischen Fahrgeschwindigkeit von 20 km/h nur rund 20 Minuten erfordern, verglichen mit einer derzeitigen Busfahrzeit von 30 Min. zzgl. Wartezeiten oder 20 Min. Fahrzeit mit dem Auto zzgl. Parkplatzsuche.)
Die Nordbahntrasse ist eine gesunde und ökologisch verträgliche Alternative zum privat genutzten PKW und zum öffentlichen Nahverkehr.
