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Kulturelle Integration

Wuppertal gehört als Großstadt in Deutschland zu den Gebieten mit einem Ausländeranteil, der deutlich über dem Landes- bzw. Bundesdurchschnitt liegt.

Diese Situation wird sich in den kommenden Jahren noch drastisch verstärken – bei einem Rückgang der deutschstämmigen Talbewohner steigt der Ausländeranteil relativ wie absolut an. Für das Jahr 2020 wird ein Ausländeranteil von 22% incl. Ausländer mit doppelter Staatsangehörigkeit prognostiziert.

Damit einher gehen wachsende Anforderungen an die Integration dieser Mitbürger. In den vergangenen Jahren waren auch in Wuppertal wie in anderen Großstädten Tendenzen einer Kumulation von Gruppen mit einheitlichem ethnischen und kulturellen Hintergrund in einzelnen Stadtbezirken zu beobachten.

Als Beispiele hierfür seien der „Ölberg“ sowie die Bezirke Ostersbaum und Wichlinghausen genannt.

Die fehlende Durchmischung generiert Fremdheit. Sie führt zur Bildung von „Parallelgesellschaften“ und birgt die Gefahr sozialer Spannungen. Quartiere anderer ethnischer Gruppen werden gemieden, es entstehen soziale Brennpunkte. Mittel- und langfristig ist die Gefahr einer Ghettobildung, d.h. Bildung von abgeschlossenen ethnischen Vierteln nicht auszuschließen.

Ein Fuß- und Radweg durch Stadtbezirke mit den unterschiedlichsten sozialen und kulturellen Hintergründen hilft – anders als eine Autostrasse – die verschiedenen Viertel auch sozial zu verbinden, da für einen multikulturell besiedelten Einzugsbereich Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Als Verbindungsweg der kulturell unterschiedlich geprägten Bereiche im Tale würde der Fuß- und Radweg Nordbahntrasse einen Beitrag zur sozialen Integration leisten.